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Stammbaum – Darauf sollten Sie achten

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In Bezug auf Katzen fällt immer wieder der Begriff Stammbaum. Aber um was genau handelt es sich hier? Generell dient er der Dokumentation der Abstammung einer Rassekatze. Es gibt mehrere Gründe, warum es sich lohnt, ein Kätzchen mit Stammbaum zu halten. Dazu gehen wir später noch genauer ein. Jedoch dürfen solche Stammbäume nicht von jedem erstellt werden. Weiterhin gibt es verschiedene Arten davon. Worauf genau es zu achten gibt und wie sie aufgebaut sind, soll der folgende Ratgeber beinhalten.

Was ist ein Stammbaum?

Unter dem Begriff Stammbaum wird auch Abstammungsnachweis verstanden. Weitere Begriffe hierfür wären zum Beispiel Ahnentafel und Stammtafel.

Diesen Stammbaum erhalten aber nur in einem Zuchtverein gezüchtete Katzen mit Rasse. Es wird ein Auszug über die jeweilige Katze und dessen Vorfahren erstellt. Meist bis zu 5 Generationen. Deswegen dürfen auch nur Zuchtämter ihn bestimmen. Näheres dazu später. Aufgeführt werden die erfassten Zuchttiere mit folgenden Kategorien:

  • Zuchtname
  • Eigenname
  • Geburtsdatum
  • Rasse
  • Farbschlag

Im Großen und Ganzen lässt sich das Ganze mit einer Geburtsurkunde von einem Menschen vergleichen. Beim Zuchtnamen handelt es sich außerdem um den Zwingernamen und beim Eigennamen um den Ruf- oder Vorname.

Wer darf den Stammbaum ausstellen?

Besitzer von Katzen dürfen es nicht. Auch wenn sie meinen ihre Katze am besten zu kennen, einen Abstammungsnachweis dürfen nur eingetragene Zuchtvereine erstellen. Also diejenigen, die:

  • Reinzucht fördern
  • Zuchtmissbrauch verhindern
  • tiergemäße Haltung sorgen

Nur diese sind befugt einen Stammbaum zu erstellen. Übrigens gelten Züchter, welche eine Katzenrasse in Eigenregie bestimmen, als verrufen. Vereine kennen solche Stammbäume in der Regel nicht an. Und genau solche Katzen werden dann später von besagten Vereinen in der Zucht ausgeschlossen.

Welche Arten vom Stammbaum gibt es?

Weiterhin gibt es nicht nur eine Art des Stammbaumes. Ganz im Gegenteil. Generell werden zwischen drei verschiedenen Variationen unterschieden. Dabei handelt es sich kurz und knapp zusammengefasst um:

Normaler Stammbaum

Bei einem herkömmlichen Nachweis werden regulär die letzten 4 Generationen der Vorfahren der Katze bestimmt. Die 31 gelisteten entsprechen den Zuchtrichtlinien des ausstellenden Vereines.

RIEX Stammbaum

Darüber hinaus gibt es noch den RIEX Stammbaum. Hierbei dreht es sich um eine Abkürzung, welches ausgesprochen „Registration Initial et EXperimental“ bedeutet. Wie auch bei einem normalen Baum sind dort die ersten 4 Generationen enthalten. Problematisch wird es jedoch in Bezug auf die Eltern. Ein gutes Bespiel dafür wäre der Tierfang. Dadurch lassen sich die Eltern nicht oder nur sehr schwer identifizieren. Sollte das der Fall sein, so verweist RIEX auf ein Nichteinhalten der Richtlinien. Der Begriff wird bis zur vierten Generation weitergetragen und wird im Experimentalstammbuch vermerkt.

Abstammungsnachweis

Die letzte Variante wäre der Abstammungsnachweis. Generell unterbindet ein Stammbaum das Weiterzüchten in einem seriösen Verein. Grund sind die Angaben zum Tier und dessen Eltern. Der Abstammungsnachweis wird dann ausgestellt, wenn der entsprechende Züchter eine Weiterzucht verhindern möchte. Eventuell aber auch, falls ein Fehler in der Rassenkreuzung unterlaufen ist.

Aufbau eines Stammbaumes

Ebenfalls interessant ist ein Blick auf den Aufbaue solche Stammbäume. Sie setzen sich in der Regel aus insgesamt drei Bereichen zusammen, die bestehen aus:

  • Kopfbereich
  • mittlerer Bereich
  • Fußbereich

Im Kopfbereich werden all die Daten des Tieres festgehalten, auf welches das Dokument ausgestellt ist. Genauer zur Sache geht es im mittleren Bereich. Hier werden Daten von 4 bis 5 Generationen aufgeschlüsselt. Ganz unten im Fußbereich finden sich Angaben zum Züchter und dem zu ausstellenden Verein.

Prinzipiell handelt es sich bei den wesentlichen Infos zum Tier um Geschlecht, Zwingername, Rasse, Geburtsdatum, Farbe und Registriernummer. Manchmal ist die Rasse auch als Farbe codiert. Hier kann es aber von Verein zu Verein Unterschiede geben. Das gilt insbesondere für die registrierte Nummer.

Vor dem Kauf einer Rassenkatze sollte man sich unbedingt den Stammbaum zeigen lassen. Nur so können die Betroffenen sichergehen, dass einwandfreie Zucht betrieben wurde.

Gründe und Tipps für einen Stammbaum

In diesem Ratgeber ging es sehr viel um die Anforderungen eines Stammbaumes, wie er aufgebaut ist und welche Arten zur Bestimmung durchgeführt werden. Jetzt geht es mehr um die Gründe, warum ein Stammbaum geführt werden soll. Achte darauf, dass es sich um seriöse Katzenzüchter handelt. Es gibt nämlich genauso Profizüchter, die nur daraus Profit schlagen möchten. Seriöse Betreiber haben alles sauber eingetragen. Mit einem Stammbaum lässt sich zudem Betrug aus dem Weg gehen. Denn nicht selten sind solche gefälscht oder gar nicht erst vorhanden.

Generell sollte man nicht jeder Behauptung glauben. Vor allem nicht, wenn es um das Thema Reinrassigkeit geht. Viele sind zu unerfahren, um einen Rassenmix auf den ersten Blick zu erkennen. Sollte sich die Katze in eine andere verlieben, lohnt es sich zu einem Züchter zu gehen und dessen Stammbaum zu untersuchen. Denn Katzen können bis zu 20 Jahre alt werden. Außerdem bekommen Interessenten bei seriöser Katzenzucht Katzen, die tierärztlich betreut wurden.